Interview mit Eva Völler



Ich durfte die Autorin Eva Völler interviewen, bekannt ist sie durch ihre Zeitzauberreihe und ihre Auf Ewig dein Reihe. Am 23.2.2018 ist ihr historischer Roman Tulpengold erschienen. Ich war sehr aufgeregt sie zu interviewen, also seht selbst, was dabei rauskam:


1.) Warum haben sie Sebastiano und Anna in der Ewig Reihe wieder zurückgeholt?

Es war eigentlich gar nicht so geplant, aber als die Zeitenzauber Reihe abgeschlossen war, hatte ich sehr viele Zuschriften von Lesern bekommen, die beide Hauptprotagonisten vermissten. Ich wollte nicht die reihe einfach wieder auf erleben lassen, daraufhin dachte ich mir, eigentlich wüsste ich noch einige Geschichten und Abenteuer zu erzählen und so entstand die Idee für die neue Triologie.

2.) Wann ist die Idee entstanden, dass es eine Triologie werden soll?


Ich dachte mir nur eine Geschichte, über die beiden zu schreiben ist ein bisschen wenig, also habe ich vielen neuen Charakteren denn Raum gegeben sich zu entfalten. Da ich für junge und ältere Leser was schreiben wollte kam mir dann die Idee mit der Zeitreiseausbildung.

3.)Was bedeuten dir Zeitreisen? Welche Zeit würdest du gerne mal erleben?

Zeitreisen fand ich schon immer sehr spannend. Als Kind liebte ich das Buch „Ein Yankee am Hofe des König Artus von Mark Twain“, das war ein sehr toller Zeitreiseroman.

Außerdem bin ich von Outlander ein Fan der ersten Stunde, ich liebe die Bücher und schaue momentan auch die Serie.

Am spannendsten finde ich die italienische Renaissance: 1. ist Italien mein Lieblingsland, Venedig zum Beispiel oder Florenz sind meine Lieblingsstädte. 2. Die Renaissance ist eine aufregende Zeit, voller Umbrüche und Entwicklungen, dadurch hat sich die Menschheit in Europa soweit nach vorne gebracht.

4). Wie viel Mitspracherecht hatten Sie bei ihrem neuen Cover?
Das hat mir der Verlag fertig präsentiert und ich war auf Anhieb mega begeistert. Das einzige wo ich noch eine kleine Änderung vorgeschlagen habe war die Schriftgröße, alles andere war für mich perfekt.

5. Was bedeutet ihnen Venedig?

Venedig ist meine absolute Lieblingsstadt, wenn ich da bin, ist es, wie meine zweite Heimat zu besuchen. Ich liebe die kleinen Gassen usw. und könnte da immer wieder durch schlendern, es verliert nicht seinen Reiz, es ist wie eine Art Seelenverwandtschaft.

6. Welche Bücher lesen Sie selber?

Das ist schwer zu sagen, Querbeet in allen Genres. Am allerliebsten Lese ich Thriller, schön spannend, am besten Psychothriller. Aber auch historisch wie zum Beispiel Ken Follet.

7. Wie wichtig ist es Liebe und Zeitreisen zu verbinden?

Der romantische Aspekt gehört für mich immer dazu, vor allem für jüngere Leser da mir natürlich Leser schreiben, sind meistens Leserinnen, da muss es was mit Pep und Liebe sein. Diese Erwartungen haben die Leser einfach und ich erfülle sie sehr gerne, da eine schöne Liebesgeschichte für mich immer zu einem guten Jugendbuch gehört.

9. Wenn dein Buch verfilmt werden würde, welche Schauspieler wären, deine Traumbesetzung?


Das ist schwierig, das werde ich schon hin und wieder mal gefragt aber ich könnte das so wirklich gar nicht sagen, es gibt so viele tolle junge Schauspieler.

10. Hast du einen Lieblingscharakter in deinen Büchern?

Ich habe ja schon viele Bücher geschrieben, ich liebe alle meine Figuren, sonst gäbe sie ja nicht und ich könnte mich nicht mit ihnen identifizieren. Aber so besonders lieb hatte ich meine neue Romanfigur, die in meinem neuen historischen Roman, der bei Bastei Lübbe erscheint mitspielt, sie ist übrigens männlich, da hatte ich ganz viel Spaß mit mich in ihn hineinzuversetzen und sie zu kreieren.

11.) Was tun Sie, um eine Schreibblockade zu lösen?

Ja dann schaue ich mir meine Finanzen an und überlege, ob ich mir eine Schreibblockade wirklich leisten kann, da ich hauptberuflich Autorin bin. Also setzte ich mich hin und arbeite dann.
12.) Wie kamen Sie zum Schreiben?

Früher verdiente ich zunächst als Richterin und Rechtsanwältin meine Brötchen, bevor ich die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. Und dann bekam ich meinen allerersten PC und hatte damit echt meine Probleme. Dann habe ich zur Übung um besser mit dem PC klar zukommen eine kleine Geschichte geschrieben und das sollte auch wirklich nur eine kleine Geschichte bleiben so, als Testballon um mit dem Word Programm zurechtzukommen. Aber die kleine Geschichte entwickelte sich zu meiner Überraschung zum ganzen Buch und davor habe ich nichts Kreatives geschrieben, nur eben Sachen, die mit meiner Arbeit zu tun hatten wie zum Beispiel Gerichtsurteile. Ich wollte es erst einfach weglegen, bis jemand zu mir sagte, ich sollte es doch einen Verlag schicken, da die Geschichte gut sei. Zu meiner Überraschung hat der Fischerverlag das Buch dann sofort genommen und so bin ich in die Branche reingekommen und hängen geblieben. Danach bin ich dann zu Bastei Lübbe Verlag gewechselt, wo ich nun auch schon 24 Jahre bin.

13.Welches Thema würden sie nie in ihren Büchern beschreiben?
Ich würde nichts mit Gewalt und psychische Gewalt schreiben, da ich da zu Zart besaitet bin.
14 Was hält sie vom Schreiben ab?

Störfaktor im angenehmen Sinne meine Familie, ich habe drei reizende Enkelkinder inzwischen, wenn die drei da sind und die dürfen mich gerne von der Arbeit ablenken.

15:) Nehmen sie eine Auszeit nach dem Schreiben?

Ja wenn das Buch fertig ist, brauche immer so 2–3 Wochen um die Seele baumeln zu lassen, das versuche ich immer hinzubekommen.

16.) Gibt es einen Lieblingsplatz, wo sie gerne lesen?

Ich lese am liebsten im Urlaub, da lese ich besonders viel.

17.) Lesen sie selber auch Jugendbücher?

Ja super gerne zum Beispiel die Bücher von Kerstin gier

18. Spontan: Welches Lied fällt ihnen ein, wenn sie an ihr aktuelles Buch denken?

Da habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, das fällt mir jetzt auch schwer, da fällt mir auch jetzt nichts zu ein.

19.) Lebensmotto?

Carpe diem.

20.) Schönster Moment mit ihrem Fan?

Ja da fällt mir, ein junges Mädchen ein die hatte eine Lesung organisiert an ihrer eigenen Schule und als ich sie das erste Mal gesehen habe, hat sie mich total berührt, sie hatte so leuchtende Augen und war so entzückend, ein richtig nettes liebes süßes Mädchen. Sie hat mich an meine eigenen Töchter erinnert, als die noch in dem Alter waren.
21.) Wie wichtig sind Resonanzen über das Buch und nehmen sie auch daraus was mit für das nächste Buch?


Für mich ist das sehr wichtig sowohl die kritischen Stimmen als auch Lob, als Autor braucht man das einfach, man schreibt ja auch nicht für sich oder denn lehren Raum. Ich versuche immer für mich was Nützliches aus denn Resonanzen zu ziehen und es dann auch um zu setzen.

22. Message an ihre Leser?


Leute ich finde euch toll, weil ihr meine Bücher lest und ich möchte noch viele Geschichten für euch erzählen und hoffe, dass ihr mir noch lange treu bleibt.


Ein grossen Dank an Eva Völler für das tolle Interview und an denn Bastei Lübbe Verlag für die Möglichkeit dieses Interview zu führen.